BRF-DLF

Der Belgische Rundfunk und der Deutschlandfunk haben am 29. November 2017 zur Diskussion „Wie viel regionale Autonomie verträgt Europa?“ in die Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen in Brüssel eingeladen. Das Rundtischgespräch ist live von 19:15 Uhr bis 20 Uhr übertragen worden.

Die beiden Rundfunkanstalten liefern seit November 2001 über den Tag verteilt Sendungen für das 24-Stunden-Programm, das in Brüssel über UKW 95,2 MHz zu empfangen ist: anspruchsvolle Information und Kultur „Made in Germany“ mit belgischen Akzenten aus Sicht der deutschsprachigen Minderheit.

Das gemeinsame Programm BRF-DLF in Brüssel

Programm ab dem 1.4.2016

Das Gemeinschaftsprogramm wurde am 15. November 2001 von dem damaligen DLF-Intendanten Ernst Elitz, dem Technischen Leiter des DLF, Jürgen Kablitz, und BRF-Direktor Hans Engels aus der Taufe gehoben. Beide Rundfunkanstalten liefern seither aus ihren jeweiligen Programmen Sendungen für das gemeinschaftliche 24-Stunden-Programm, das über UKW 95,2 in der europäischen Hauptstadt Brüssel zu empfangen ist. Der BRF nutzt verstärkt Korrespondenten-Beiträge des DLF für seine aktuelle Berichterstattung.

Beim zehnjährigen Jubiläum am 13. Dezember 2011 wurde diese Verbindung vom damaligen Ministerpräsidenten Karl-Heinz Lambertz und Medienministerin Isabelle Weykmans als erfolgreich und zukunftsträchtig bezeichnet: Es handele sich um anspruchsvolle Information und Kultur „Made in Germany“ mit belgischen Akzenten aus Sicht der deutschsprachigen Minderheit. Für den deutschen Botschafter in Belgien, Dr. Eckart Cuntz, ist dieses Gemeinschaftsprogramm in Brüssel der beste Garant, in deutscher Sprache zeitnah und aktuell über Belgien und über das Neueste aus aller Welt informiert zu werden. [1]

Beide Sender arbeiten seit 2012 unter Federführung von DLF-Programmdirektor Andreas Weber und BRF-Direktor Toni Wimmer an einer weiteren Intensivierung dieser Kooperation.

Gemeinsame Podiumsdiskussionen

So hat der BRF 2014 die DLF-Reihe „Wegmarken: 1914/2014 – Der Weg in den Ersten Weltkrieg“ ausgestrahlt und am Symposium „1914/2014: Krieg und Frieden – ein europäisches Jahrhundert“ im DLF-Funkhaus teilgenommen. In der NRW-Vertretung in Brüssel ist im September eine gemeinsame Podiumsdiskussion „Krieg und Grenzraum“ organisiert worden, moderiert von Thilo Kößler für den DLF und Rudi Schroeder für den BRF.

Im Rahmen der Sendereihe „Flüchten und ankommen?“ haben die beiden Rundfunksender 2015  zu einer öffentlichen Diskussion in der Landesvertretung von Nordrhein-Westfalen in Brüssel eingeladen. Über das Thema „Flüchtlingsdrama: das politische Versagen der EU“ diskutierten der Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Oliver Paasch, Elias Bierdel von Borderline Europa, Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen und Ska Keller, Europaabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen. Es moderierten Doris Simon für den Deutschlandfunk und Olivier Krickel für den BRF.

Am 30. November 2016 ging es um das Thema „Brexit, Nationalismus, Ceta –Vom Europäischen Traum zum Albtraum? Es diskutierten auf dem Podium und mit dem Plenum Prof. David Engels, Althistoriker der Freien Universität Brüssel,Prof. Emanuel Richter, Politologe der RWTH Aachen, Pascal Arimont, MdEP und Sir Graham Watson, britischer Europapolitiker. Die Moderation lag in den Händen von Ursula Welter für den Deutschlandfunk und Olivier Krickel für den BRF.

Vom Europäischen Traum zum Alptraum?

Am 29. November 2017 stand das Thema „Wie viel regionale Autonomie verträgt Europa?“ im Mittelpunkt. Die Diskussionsteilnehmer waren Diederik Demuynck, Parlamentarischer Pressesprecher der N-VA-Fraktion,
Karl-Heinz Lambertz, Präsident des EU-Ausschusses der Regionen und Senator sowie Ulrich Ladurner, Europa-Korrespondent „DIE ZEIT“. Es moderierten Doris Simon für den Deutschlandfunk und Olivier Krickel für den Belgischen Rundfunk. Wie 2016 sorgte das Christian Klinkenberg-Quartett „Kadrasonic“ für den musikalischen Rahmen. Zum Nachhören Die Podiumsdiskussion vom 29.11.2017