Stellungnahme des Verwaltungsrates zu Facebook-Postings

Per Beschluss vom 29. Juni 2021 bezieht der BRF-Verwaltungsrat zu den in einem Kommentar von Stephan Pesch vom 29. Mai 2021 erwähnten Facebook-Postings von Pascale Baudimont Stellung.

Wir Mitglieder des Verwaltungsrates distanzieren uns hiermit deutlich von den durch die erwähnten Postings von Frau Baudimont verbreiteten Meinungen und Ansichten. Wir sehen im Geiste und im Sinne ihrer Behauptungen ein fahrlässiges, ja sogar mutwilliges Unvermögen, Geschichte im Kontext einzuordnen. Besorgniserregend erscheint uns hierbei auch die Leichtigkeit, mit der sich demokratiefeindlicher, populistischer und menschenverachtender Stilmittel unreflektiert bedient wird.

Ein Mandat, das in einem politisch-demokratisch zusammengesetzten Gremium ausgeübt wird, geht mit einem hohen Maß an Verantwortung einher. Dieser Verantwortung ist Frau Baudimont nicht gerecht geworden – schlimmer noch, sie hat dazu beigetragen, besorgniser-regende Tendenzen gewisser Kreise zur Verharmlosung und Verzerrung des schlimmsten Menschheitsverbrechens des 20. Jahrhunderts zu manifestieren.

Eine solche Entgleisung kann weder in unserer rechtsstaatlichen Gesellschaft im Allgemeinen noch im Verwaltungsrat des BRF im Besonderen hingenommen oder gar akzeptiert werden.
Nach Prüfung der Rechtslage muss der Verwaltungsrat feststellen, dass ihm keine Rechtsgrundlage zur Verfügung steht, um – über diese Stellungnahme hinaus – weitere Maßnahmen zu ergreifen.

Konsequenzen aus diesen Handlungen können nur die betroffene Person selbst oder die sie entsendende Partei im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft ziehen.

Pressemittelung „Stellungnahme des Verwaltungsrates“ zum Downloaden